Was wäre wenn?

Was wäre wenn

Was wäre wenn –
die Briefe nicht ins Nirgendwo gehen würden?

Warum eigentlich nicht?

Ich sitze wieder einmal vor meinem Schreibtisch und denke -wie so oft- an Dich. In meinem Kopf viele Fragen, auf die die einzige Antwort Du lautet. Immer wieder frage ich mich: „Was wäre wenn und warum eigentlich nicht.

Wieder schreibe ich einen dieser Briefe, von denen schon unzählige meine Schublade füllen und auch diesen werde ich nicht abschicken. Wie auch, schließlich kenne ich die Adresse nicht und wüsste auch nicht, in welcher Stadt ich suchen müsste. Nur erscheint mir dies in solchen Momenten nicht von Belang zu sein, denn auch wenn ich nicht den blassesten Schimmer bezüglich deiner Existenz habe, fange ich immer wieder an zu schreiben…


Ich bin mir deines Seins nicht sicher und dennoch habe ich den Glauben noch nicht verloren. Irgendwo dort draußen wirst Du schon sein und irgendwann werden sich unsere Wege kreuzen. Auch wenn mir bis dahin nichts bleibt, als Dir zu schreiben und Dich damit nicht zu erreichen, so ist dies immerhin ein Hoffnungsschimmer, den ich tief in mir trage. Ich glaube zwar nicht an Schicksal, dafür aber glaube ich an Dich.

Mit deinem Lächeln brächtest Du die Zeit zum Schweigen und nur ein Moment mit Dir im Arm wäre wie ein Moment der vollkommenen Ewigkeit. Unsere Ecken und Kanten würden sich so sehr ergänzen, dass am Ende wieder alles rund liefe. Ohne bei mir zu sein, gibst Du mir schon so viel. Ich hege Hoffnung, habe den Glauben und Träume. Auch ohne einen Plan zu haben, besitze ich dennoch ein Ziel. Und auch, wenn ich dieses Ziel niemals erreichen sollte, werde ich Dich nicht aufgeben. Vielleicht werde ich mich in meinem Leben noch oft von Menschen verabschieden, doch bei Dir wäre es gewiss mit meinem letzten Atemzug. Ich frage mich, was wäre, wenn wir einfach alles hinter uns ließen und neu anfingen. Ich habe zwar null Ahnung, ob dieser Tag irgendwann einmal eintreffen wird, jedoch stehe ich jeden Morgen auf und hoffe auf ihn.


Und auch diesen Brief werde ich zu all den anderen legen und vielleicht wirst Du sie an irgendeinem Montag, Freitag oder Sonntag lesen. Wer weiß, eventuell bist auch Du auf der Suche nach mir und besitzt ebenso eine Schublade voller Briefe, die ihren unbekannten Empfänger einfach nicht erreichen können. Auch wenn ich nicht viel weiß, weiß ich eins – wenn wir uns eines Tages finden, schreiben wir diese Geschichte neu. Doch bis dahin schreibe ich weiterhin diese Briefe, die Dich niemals erreichen und frage mich: „Was wäre wenn ich Dich erreichen würde?“

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