Svensnville

Svensnville – Schreiberei und Firlefanz

-Klar, es hätte auch Sport werden können-

 

Auch wenn man es nicht glauben mag, aber mir wird oft die Frage gestellt, warum es eigentlich die Schreiberei geworden ist. Schließlich gäbe es ja noch so viele andere „interessantere“ Beschäftigungen, wie zum Beispiel jeglicher Sport.
Manchmal stehe ich an dieser Stelle schon einfach auf und gehe…

Ich erwarte von niemandem Verständnis für den Firlefanz, das wäre auch wirklich zu viel verlangt.
Es ist natürlich verständlich, dass es nicht unbedingt spannend ist, jemandem beim Schreiben zuzuschauen. Schließlich sitzen wir stundenlang vor dem Laptop oder einem Block und haben als einziges Ziel, die Leere des (digitalen) Blattes zu füllen. Zugegeben, das klingt für einen Außenstehenden wirklich mehr als langweilig. Für den/die Schreibende(n) ist es jedoch wie eine Sucht. Hätte ich im Sport das gefunden, wäre es eben Sport geworden.

 

Der Firlefanz der Schreiberei

Schreiberei und Firlefanz

-Schreiben ist wie leben, eben nur mit mehr Phantasie-

Einen wirklichen Vergleich zu finden, fällt mir an dieser Stelle irgendwie schwer. Also kein Vergleich, sondern die Perspektive eines vermeintlichen Schreiberlings…

Wenn ich abends ausgelaugt von der Arbeit und vom Sport nach Hause komme, sollte ich eigentlich K.O. sein. Wenngleich ich nach außen hin erledigt scheine und selbst das Öffnen der Weinflasche ein kleines aber überwindbares Hindernis darstellt, tobt in meinem Inneren noch etwas. Gedankenzüge fahren mit einer Geschwindigkeit durch meinen Kopf, dass ihnen zu folgen fast unmöglich erscheint.
Erst wenn ich mich hinsetze, vis á vis dem weißen Blatt, gelingt es mir, sie für einen Moment anzuhalten. So verarbeite ich den Firlefanz des Lebens.

Die Schreiberei ist jedoch nicht nur Selbsttherapie, sondern wie ein Spielplatz. Auf ihm können Kreativität und Phantasie einfach frei sein. An einem verregneten Tag muss ich nur meine Augen schließen und schon kann ich mich an einem Strand befinden und darüber schreiben, wie ich bei 32 Grad Cocktails trinke. Ich kann etwas völlig Neues erfinden und sogar Menschen daran teilhaben lassen, wenn ihnen der Sinn danach steht.

Die Schreiberei ist der einzige Teil in meinem Leben, in dem ich einfach frei bin. Es gibt keine Grenzen, keine Normen und sonst etwas, wonach ich mich richten muss. Ich kann dem Firlefanz, der in meinem Kopf rumschwirrt, Freiheit gewähren. Egal ob es Trauer, Freude, Sehnsucht oder Hoffnung ist, beim Schreiben findet alles seinen Platz.
Der schönste Punkt ist, dass ich dafür nicht viel brauche. Ich benötige nur meine Phantasie und etwas zum Schreiben -und da sind den Möglichkeiten schließlich keine Grenzen gesetzt-.

 

Ein Einblick

Da bis jetzt noch immer nicht klar ist, was Svensnville eigentlich sein soll und ich auch keine wirkliche Antwort habe, kommen hier einfach ein paar Ausschnitte…

„Es ist ein Rückblick, der sich wie ein Bühnenstück vor meinem inneren Auge abspielt. Die Protagonisten sind erschöpft und verbeugen sich ein letztes Mal, um den Abschluss der Vorstellung bekanntgeben zu wollen.“
(Ich lasse Dich gehen)

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„Wir hatten schon keine Wahl auf diese Welt zu kommen oder nicht, aber es liegt in unserer Hand, was wir aus dem ganzen Firlefanz hier machen“
(Es wird Zeit-Zeit für Veränderung)

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„In unserer digitalen Welt bekommt man ja auch so schon alles, warum dann nicht auch Liebe?! Der Trend geht also immer weiter zum Dating 2.0.“
(Dating 2.0)

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„Wir schienen uns immer wieder zu fangen und zu begreifen, was wir dadurch,
dass wir uns verloren, alles verlieren würden, wenn wir uns nicht finden könnten.“
(Gefangen in der Liebe)

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„Leider habe ich keine Blumen für dich, schließlich würde ich diese einfach in die Luft werfen und hoffen, dass sie Dich schon alleine finden werden. Ich trinke auch heute mein Glas Wein alleine und schaue beim Einschenken auf das Glas, welches nicht gefüllt wird. Es ist dein Glas und ich trinke auf Dich…“
(Alles Gute zum Valentinstag)

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„Ebenso ist es mit den vielen Menschen, die du mir auf meinem Weg sendest. Das mag deinerseits vielleicht nett gemeint sein, aber können wir das für eine Zeit lassen? Ich versuche mich gerade auf dich einzulassen und einen gemeinsamen Nenner zu finden, da kann ich keine Ablenkung gebrauchen.“
(Hallo liebes Leben)

-Schreiberei und Firlefanz-