Dating 2.0

Digitale Welt_Dating 2.0

Dating 2.0 und wie es funktioniert

Alle elf Minuten verliebt sich ein Single über Parship. Solche Sätze kennt wahrscheinlich jeder in der heutigen Zeit und es ist erschreckend, wie viele daran glauben. Das Prinzip ist ganz einfach. Gerade heute, wo kaum jemand noch Zeit hat, bietet es sich an auch im Internet – neben Schuhen, Büchern etc. – nach dem potenziellen Partner oder der potenziellen Partnerin zu suchen. In unserer digitalen Welt bekommt man ja auch so schon alles, warum dann nicht auch Liebe?! Der Trend geht also immer weiter zum Dating 2.0.
Dabei ist es fast wie beim Online-Shoppen. Einfach ein Profil anlegen und schon kann man sich die „Ware“ ansehen. Durch das Wischen mit dem Finger bewegen wir uns so durch eine digitale Kartei und schauen uns Menschen an, als wären es Süßigkeiten in einem Süßwarenladen. Alles was dazu benötigt wird, ist ein Smartphone und eine Internetverbindung. Die Gefahr auf der Straße eine Abfuhr zu bekommen, ist somit vorbei, wodurch auch der schüterne Nachbar ganz bequem und ohne Angst nach einer Frau suchen kann. Die wohl bekanntesten Apps in der Kategorie sind Badoo, Lovoo und Tinder.

Schritt 1: Das Profil erstellen

Die Apps bekommt man ohne viel Aufwand im Play Store. Einfach nur runterladen, installieren und schon kann es losgehen. Zuerst muss man sich ein Profil erstellen, also schnell noch ein Selfie machen und schon kann die Erstellung des Profils beginnen. Das Foto schnell hochladen – Der Trend ist sich fast nackt zu präsentieren- und schon ist der größte Teil erledigt. Die Angaben sind schnell eingegeben;

  • Name: Svensn (Alternativ auch Don Juan oder Player0815)
  • Alter: 31 (Natürlich sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt)
  • Beziehungsstatus: verheiratet (Auch hier kann man mogeln)
  • Ich suche: Nen Topf voll Gold
  • Woher: Wuppertal
  • Interessen: Literatur; Schreiben; Bloggen;

Mehr Angaben sind nicht nötig und schon können die Spiele beginnen.

Schritt 2: Was will ich haben?

Nachdem das Profil steht und die Bilder alle hochgeladen sind – warum nicht direkt das Familienalbum – müssen wir uns ja noch entscheiden, was wir wollen.
Beim Dating 2.0 haben wir nämlich die freie Wahl. Getreu dem Bild des Süßwarenladens, können wir also jetzt sagen: „Ich hätte gerne etwas davon und dann noch ein bisschen hiervon.“ Wir können auswählen, ob wir nach Liebe, Abenteuer, oder einfach nach Freunden suchen wollen. Den Topf voller Gold scheint es nicht zu geben, also machen wir hier keine Angabe. Als nächstes können wir dann wählen, ob wir Männer oder Frauen suchen und wie die Person denn bitte aussehen soll. Es kann eine Altersspanne eingestellt werden, die Augen- und Haarfarbe – das hat so ein wenig was von der Erstellung eines Charakters bei Rollenspielen – etc.
Wenn das alles eingestellt ist, spuckt die App Personen aus, auf die die Angaben passen.

Schritt 3: Dann mal ran, aber wie?

Beim Dating 2.0 auf einiges achten

Da wir nun ein Profil haben und die App genau weiß was wir wollen, kann ja nichts mehr schief gehen. Die Personen, die angezeigt werden, sind ja laut Algorithmen wie für uns gemacht. Aber wie kommt man denn jetzt ins Gespräch? Wie fängt man an und was macht man, wenn eine Person nicht auf uns eingeht?
Es ist wie im normalen Leben auch, die meisten Gespräche fangen mit einem schlichten Hallo oder Hi an. Natürlich kann man auch einen Roman schreiben und einer Person Komplimente machen, die man noch nie gesehen hat, aber ob das der Hit wird?
Ein guter Einstieg sind auch immer die Interessen, gerade, wenn diese übereinstimmen.
Da Humor bei den Menschen – man mag es kaum glauben – ganz hoch im Kurs steht, bietet es sich auch an, die Person schon recht früh zum Schmunzeln oder Lachen zu bewegen. Das kann man jetzt bei allen Personen, die aufgeführt werden, versuchen und muss nur auf eine Antwort warten – sofern denn eine kommt -.

Und was nun?

Es hat eine Person geantwortet? Top!
Jetzt heißt es die Ruhe zu bewahren, schließlich kann schreiben auch sehr abschreckend sein. Also bloß nicht mit der Tür ins Haus fallen und irgendwelche wilden Geschichten erzählen. Irgendwie wird sich dann schon ein Gespräch entwickeln, gerade wenn es gemeinsame Interessen gibt. Es läuft im Endeffekt wie ein ganz normales Gespräch ab, hat halt eben nur mehr Pausen (wobei manche Menschen gefühlt schneller schreiben als reden können). Also nicht andauernd nur auf das Handy gucken, sondern auch noch das Leben leben. Die Nachricht rennt schließlich nicht weg und wird auch in 2 Stunden noch vorhanden sein. Jetzt heißt es bloß nicht langweilig werden. Wir müssen versuchen uns interessant zu verkaufen und unser Gegenüber neugierig auf uns machen. Aber nicht zu viel, schließlich soll ja auch noch was für ein reales Date vorhanden sein. Wenn wir uns gut verkauft haben und die Sympathie stimmt, dann kann langsam nach der Handynummer gefragt werden, damit man „besser“ schreiben kann. Ist dieser Schritt geschaft und ab sofort wird über WhatsApp geschrieben, dann ist das schon die halbe Miete. Der nächste Schritt ist nicht mehr weit.

Schritt 4: Der letzte Schritt

Wenn wir schon bei WhatsApp angekommen sind, dann ist das ein gutes Zeichen und ab jetzt ist es nicht mehr weit. Natürlich müssen wir weiterhin drauf achten, was wir schreiben und wie wir uns geben. Bei agemessenen Gelegenheiten auf ein Treffen hinweisen, aber nicht aufdringlich werden. Dann wird sich zur gegebenen Zeit Dating 2.0 wieder in Dating 1.0 verwandeln und wir lernen die Person, die uns bisher nächtelang wach gehalten hat, wirklich kennen.

Dating 2.0 kann was bringen

Perfekt für die heutige Zeit

Es ist tatsächlich so, dass viele auf Dating 2.0 zurückgreifen und so versuchen einen potenziellen Partner zu finden. Jedoch liegt es nicht daran, dass die Menschen nicht auf andere zugehen können, sondern an der mangelnden Zeit. Da wir den Großteil des Tages in einem Büro oder sonst wo in der Arbeit hängen, bleibt kaum noch Zeit für irgendwelche Unternehmungen, bei denen wir einen anderen Menschen kennenlernen könnten. So greifen die meisten einfach und bequem zum Smartphone und versuchen in der digitalen Welt jemanden zu finden. Schließlich können wir so immer auf einen Pool von Menschen zugreifen, die es im Endeffekt nicht anders sehen. Natürlich ist auch das Daten übers Internet mit Vorsicht zu genießen, schließlich gibt es hier – so wie überall – schwarze Schaafe. Da die Angaben nicht wahrheitsgemäß sein müssen, kann sich hinter der 24 Jahre alten Studentin Jenny auch der 56 Jahre alte Bauarbeiter Klaus verstecken. Leider gibt es viele Menschen, die das Internet für schlechte Zwecke missbrauchen und so ist es auch mit den Dating-Apps.

Also immer erst alles an Informationen zu einer Person sammeln, bevor es wirlich an ein Treffen geht und immer mit Vorsicht diesen Weg des Datings genießen.

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