Svensnville-Schreiberei und Firlefanz

Tatsächlich mache ich das schon ein paar Tage länger und hab absolut keinen Plan, wohin die Reise mit der Schreiberei gehen wird. Wenn ich jedoch ehrlich bin, dann möchte ich das Ziel auch gar nicht kennen.

Hauptsache ich kann schreiben-

Als ich mit der Schreiberei angefangen habe, hatte ich noch keinen Schimmer, welchen Stellenwert sie irgendwann in meinem Leben haben würde. Ich sah sie nur als Zeitvertreib, der mir in gewissen Lebenslagen half, nicht durchzudrehen oder alles hinzuschmeißen.

Diese „ratsamen“ Gespräche, die ein Gegenüber erfordern, das einen auch irgendwie verstehen soll, habe ich schon immer gemieden und die Dinge lieber mit mir selbst ausgemacht. Auch mit dem Hintergrund, dass diese Menschen schon genug um die Ohren haben und ich sie dann nicht noch zusätzlich mit meinem Leben belästigen muss. Durch die Schreiberei fand ich dann schließlich einen Weg mich ein Stück weit selbst zu therapieren, wodurch sie immer mehr zu einem Teil von mir wurde.

Als Freunde davon Wind bekamen, dass ich neben der Musik auch das Schreiben für mich entdeckte und dieses einem Abend voller Alkohol und Filmrissen vorzog, stieß auf eine Mischung aus Skepsis und Zuspruch. Viele dachten, es sei nur eine Phase, die schnell wieder vergehen würde und belächelten das Texten nur.

-Naja, die Phase geht dann jetzt schon ein wenig länger und ein Ende ist noch nicht in Sicht-

Warum die Schreiberei und was für Firlefanz?

Schreiberei und Fielfanz

Während dieser angeblichen Phase fing ich dann auch an zu schreiben, wenn mir die Wolkendecke der Gedanken mal nicht auf den Kopf viel und mich erdrückte, sondern nur um zu schreiben und auch dem Firlefanz und den Flausen in meinem Kopf ihren Platz einzuräumen. Ich begann Fragmente aus meiner Gedankenwelt zu verfassen, die jedoch nur im Nirvana meiner Schubladen landeten, da Veröffentlichungen oder etwas in der Art noch weit entfernt schienen. Ich entdeckte in dieser Zeit     -das mag für viele jetzt wie völliger Nonsens klingen- die Kraft der Worte und was sie bewirken können.

Auf der einen Seite kann ich mir mit der Schreiberei selbst helfen mich mit Dingen auseinandersetzen, die mich beschäftigen und die ich sonst nicht so „einfach“ verarbeiten könnte. Auf der anderen Seite kann ich durch sie dem Firlefanz und meiner Phantasie freien Lauf lassen. Ich kann etwas erschaffen und brauche dafür nicht mehr als meine Kreativität. Es ist eine Art von Magie, die Worten innewohnt und die für so viele Dinge eingesetzt werden kann. So habe ich bisher die Erfahrung gemacht, dass ich mit der Schreiberei nicht nur mir selbst, sondern auch dem ein oder anderen schon in manchen Situationen helfen konnte. Andere fühlen sich wiederum durch den Firlefanz berührt oder lesen einfach gern die Dinge aus dem Leben.

Neben dem Gedankenspiel eines Buches kam dann auch die Idee des Bloggens, welche ich anscheinend auch verfolgt habe. Das Gedankenspiel des Buches habe ich auch in die Tat umgesetzt, jedoch sehe ich in naher Zukunft noch davon ab, es zu veröffentlichen.

Einer der Hintergründe beim Bloggen war die Herausforderung auch regelmäßig zu schreiben und zu publizieren.

Was ich damit eigentlich sagen will

-Die Meinung der anderen muss nicht die eigene sein-

Es werden immer Menschen kommen und versuchen einem etwas madig zu machen und man kann es sich auch anhören, doch dann einfach ad acta legen. Wenn man etwas gefunden hat, das einem Spaß macht und einem auch etwas gibt -vorausgesetzt, dass man niemandem schadet-, dann sollte die Meinung der anderen eher nur wahrgenommen, aber nicht internalisiert werden. Es gibt viele Wege irgendwie anzukommen und sich einfach frei zu fühlen. Für die einen ist es Sport, für andere wiederum Meditieren oder Singen oder was weiß ich was. Wenn man einen solchen Weg gefunden hat, warum diesen dann nicht gehen? Warum nicht schauen, was hinter der nächsten Lichtung wohl liegen könnte? Wenn es sich für einen richtig und gut anfühlt, dann darf man sich nicht abringen lassen.

Hätte ich auf die Menschen gehört, die die Schreiberei und meinen Firlefanz nur belächelt haben, dann hätte ich schon längst aufgehört und wäre vielleicht an etwas zerbrochen oder einen anderen Weg gegangen, bei dem ich mich selbst verloren hätte.

Also schreibe ich fröhlich weiter und versuche auch wirklich, dass etwas auf dem Blog erscheint. Für Anregungen bin ich natürlich immer dankbar und freue mich natürlich auch immer über Verbesserungs- oder Kooperationsvorschläge. Ich bin auch ein großer Freund von Gastbeiträgen und freue mich dahingehend auch über Anfragen.

Welche Richtungen werden denn bedient?

Wer jetzt einen Blog über Finanzwesen oder Bitcoins sucht, ist hier vermutlich nicht so ganz an der richtigen Adresse. Die Richtung ist im Kreis drehen, während die Gedanken Purzelbäume schlagen und man dann dennoch links abbiegen möchte.

Hier geht es um alles und wiederum um nichts. Es geht um den Menschen und dann doch wieder nur um den Schatten, den er wirft. Darum, dass man so vieles erreichen kann und dennoch scheinbar nichts bewegt. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und wie diese sich auf ihr Umfeld auswirken kann.

Je nach Thema wird auch der Stil immer wieder ein etwas anderer sein, da ich die Vielseitig der Sprache und der Schreiberei einfach bewundere und diese auch gerne für den Firlefanz in meinem Kopf nutze. Eine konkrete Richtung kann ich daher nicht genau definieren -was für einen Blog eigentlich ein Todesurteil ist-, jedoch will ich das -wie eingangs schon geschrieben- gar nicht.

Ich warte einfach mal ab, wohin die Reise noch geht und freue mich natürlich über jeden Menschen, der ein kleines Stück mit mir kommt.

Svensnville 06.11.2018

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